Heimatverein Immenstaad

Das Immenstaader Wappen

wappen immenstaad

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg bemühte sich die Gemeinde Immenstaad um ein eigenes Wappen und ließ sich vom Generallandesarchiv verschiedene Entwürfe ausarbeiten, die jedoch alle keine Zustimmung fanden.

Am 23. Juli 1913 schlug das Generallandesarchiv der Gemeinde schließlich das heutige Wappen vor, das der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 7. August 1913 annahm.

Der Wolkenbord im Wappen erinnert an die Fürstenberger, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert neben anderen Obrigkeiten die Herrschaft über Immenstaad ausübten. Seit 1486 waren die Grafen von Werdenberg Gerichtsherren im östlichen Teil des Ortes. Ihre Nachfahren, die Fürsten von Fürstenberg erwarben 1779 weitere Gebietsteile vom Kloster Weingarten und 1783 den Anteil der Deutschordens-Kommende Mainau. 1792 erhoben die Fürstenberger Immenstaad zum Marktflecken.

Mit Muschel, Krone und Pilgerstäben im Wappen wird auf den heiligen Jodok, den Schutzpatron der Pfarrkirche, hingewiesen. Bereits ein Gemeindesiegel aus dem Jahre 1583 zeigt den hl. Jodok mit einer Krone zu seinen Füßen.

Gisbert Hoffmann | Aus „Leben am See“ Band IV 1986

 

Das Kippenhauser Wappen

wappen kippenhausen

In Silber über einem grünen Schildfuß zwei grüne Weinstöcke mit blauen Trauben behangen. Die Weinstöcke werden von schwarzen Rebstöcken gehalten. Die Schildfigur mit den Weinstöcken nimmt Bezug auf den Weinbau, der in früheren Jahrhunderten in der Gemeinde hauptsächlich betrieben wurde.

Das Wappen wurde im Jahre 1902 vom Generallandesarchiv Karlsruhe der Gemeinde Kippenhausen vorgeschlagen und vom Gemeinderat angenommen.

Mit der Eingemeindung der ehemals selbständigen Gemeinde Kippenhausen nach Immenstaad hat das Gemeindewappen von Kippenhausen allerdings seinen amtlichen Charakter verloren. Nachdem ausgezeichneten Erfolg des Ortes Kippenhausen im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“, besann man sich im Ortschaftsrat trotzdem wieder auf das altvertraute Gemeindewappen. Seit geraumer Zeit ziert ein neugeschaffenes Wappen von Kippenhausen den Eingang der Ortsverwaltung. Es ist aus Lindenholz geschnitzt und in den heraldischen Farben und Metallen gefasst.


Wappen kennt man seit der Mitte des 12. Jahrhunderts, zunächst waren es Kenn- und Unterscheidungszeichen der gepanzerten Adeligen im Kampf. Sie wurden bald Zeichen der Adelsfamilien und ihrer Territorien. Seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts finden sich auch die ersten Stadtwappen als Besitz- und Gebietszeichen und erst viel später treten auch bei Dörfern Wappen auf. Um 1900 nahmen viele Gemeinden, die bis dahin noch kein Wappen führten, ein solches an. In dem Maße, wie die Bedeutung der Gemeinden wuchs, wurde auch das Bedürfnis nach Manifestierung ihrer Eigenständigkeit größer. Im Wappen sah man mit Recht eine durch keine andere Art von Zeichen erreichte Art von Repräsentation.

Ein Wappen in der kommunalen Heraldik ist nach dem geltenden Wappenrecht und heute noch anerkannter Überlieferung, das offizielle Aushängeschild eines Gemeinwesens, dessen integrierende Kraft nicht unterschätzt werden sollte.

Malermeister Herbert Vogel, Markdorf

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