Lust auf Museum! Diese Woche durften die 1. und 3. Klassen „Heimatluft“ schnuppern.
Am Montag, 06. Juli gab es für 1a und 1b der Stephan-Brodmann-Schule jeweils eine kindgerechte Führung durch das Immenstaader Heimatmuseum in Kippenhausen. Bettina Rebstein, Martina Harder, Heide Budde und Reinhard König führten kleine Gruppen spannend und kurzweilig durch das Museum.

Die Geschichte über das Alter dieses ehrwürdigen Gebäudes regte die Phantasie der Kinder an. Wie konnte man z.B. ohne Strom und Auto leben? Für uns ist das heute nahezu unvorstellbar. Von der Immenstaader Fasnet, über den Eisenwarenladen, altes Spielzeug und Puppenstuben, Wohnstube, Küche und vieles mehr gab es vieles zu .bestaunen Das Interesse an der Ausstellung bei den Kindern war groß und sie stellten Fragen: „Haben die Menschen in diese Küche gekocht?“; „Waren die Schuhe früher immer so hart?“; „Wofür hat man die Fässer gebraucht?“. Diese Fragen und viele mehr gab es von den Kindern.
Aufmerksam verfolgten die Schülerinnen und Schüler, den Erzählungen ihrer Museumsexperten und tauchten so in die Vergangenheit ein. Ein Quiz rundete den Vormittag ab.

Am Freitag, 10. Juli gab es für die 3. Klassen drei Themenführungen von demselben kompetenten Team. Die Kinder wurden jeweils über das Schuster- und Küferhandwerk informiert und bekamen interessante Fakten über die Lädine. Es gab viel zu sehen und auch anzufassen.
Die Kinder haben gelernt, dass der Sandstein früher mit der Lädine aus der Schweiz nach Immenstaad gebracht wurde, dass die Lädine ein Rahsegel hatte und es auf den Schiffen Schiffsknechte gab. Graf Zeppelin hat öfter in Immenstaad im Hotel Seehof übernachtet – auch das war interessant für die Kinder zu erfahren, kennt doch jeder den Zeppelin NT, der regelmäßig seine Runden über Immenstaad dreht.
Was ist ein Küfer? Diese Berufsbezeichnung ist heute nahezu ausgestorben. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass der Küfer hauptsächlich Fässer hergestellt hat, in denen Most und Wein aber auch Gemüse gelagert wurde.
In der Schusterwerkstatt gab es viele verschiedene Maschinen, die früher ohne Strom betreiben wurden, zu bestaunen. Die Kinder lernten, dass das der Schuster ein sehr wichtiges Handwerk hatte. Man konnte nicht einfach in ein Geschäft gehen und Schuhe kaufen. Alle Schuhe wurden extra anhand eines Leistens gefertigt. Daher das Sprichwort: „Schuster bleib bei den Leisten“. Den Kindern fielen viele Dinge ein, die sie besonders gut können.

Auch nach dieser Stunde wurde das Wissen durch ein Quiz abgerundet, das zeigte, wie aufmerksam alle gewesen sind.
DANKE von allen Kindern und Lehrkräften an die Freiwilligen des Heimatvereins! Es war ein beeindruckender und lehrreicher Ausflug in die Vergangenheit!
Nach so vielen Aktionen mit der Schülerinnen und Schüler mit unserem Heimatverein bleibt uns nur noch, den Kindern und Lehrerinnen mit Herrn Zapkau schöne und erholsame Ferien zu wünschen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr!
Wenn Sie Lust bekommen haben, freuen wir uns auf Ihren Besuch im Heimatmuseum in der Wirtschaft zur Dorfhaube im Haus Montfort in Kippenhausen. Wir haben Sonn-und Feiertagstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei.



