Heimatverein Immenstaad

    Nach einem Jahr Pause fand er wieder statt, unser beliebter Themenabend. Wie beliebt ist leicht daran zu erkennen, wie schnell die etwa 100 Plätze ausverkauft waren.

    So konnte unser Vorstand Thomas Schmidt viele interessierte Gäste im vollen Winzerkeller begrüßen, der mit seiner liebevollen und aufwändigen Dekoration und Ausgestaltung sehr an Bäckerei und Konditorei erinnerte. Dazu haben wesentlich unsere Akteure und Mitwirkenden beigetragen. Familie Heger steuerte aus ihrem alten und schier unerschöpflichen Fundus viele Dinge bei, die die Bäcker über die Jahre für ihre Arbeit benötigt haben. Auch Tom Kagerer und Birgit Mecking brachten vieles aus ihrer Vergangenheit mit und ließen die Gäste daran teilhaben.

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    In der „Schaubäckerei“ backte Roland Heger, der die Bäckerei mittlerweile in der vierten Generation führt, kleine Seelen die die Gäste vor Ort mit leckerem Brotaufstrich von Tom Kagerer genießen konnten. Viele interessierte Besucher schauten ihm dabei über die Schulter und bewunderten ihn für seine Geschicklichkeit.

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    Thomas Schmidt moderierte den Abend in seiner gewohnten souveränen und sicheren Art und nahm mit seinen humorvollen Überleitungen den Akteuren jede Unsicherheit. So wurden die Erzählbeiträge witzig und kurzweilig. Auf der Bühne war für den ersten und zweiten Erzählblock eine Bäckerei aufgebaut, im dritten verwandelte sie sich in ein kleines Café.

    Den ersten Teil des Abends gestaltete in gewohnter Weise unser Ehrenvorstand Reinhard König. Er hat einiges über die Geschichte der Bäckerei in Deutschland und speziell in Immenstaad recherchiert. Anhand vieler Fotos nahm er die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die Immenstaader Bäckereien, die Cafés und die Konditoreien.

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    Den zweiten Teil des Abends bestritt Familie Heger (Heiner, Christa und Roland). Sie erzählten Interessantes und Unterhaltsames aus ihrer Geschichte und ihrer Arbeit. Immerhin wurde unsere letzte noch bestehende Bäckerei bereits 1903 gegründet. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Um- und Anbauten an das bestehende Gebäude in der Bachstraße, so dass Roland Heger sich entschied im Gewebegebiet Bürglen eine neue Backstube zu bauen. Später kam dann noch die Filiale neben Norma dazu.

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    Wir konnten fünf Verkäuferinnen gewinnen, die bei Heger gelernt und gearbeitet haben oder immer noch mit dabei sind. Sie alle berichteten über die familiäre Zusammenarbeit und die Freude, die sie bei der Arbeit haben. Aber auch die fehlenden Nachfolger sowohl im Bäckerhandwerk wie auch bei den Konditoren wurden thematisiert, denn sie führen dazu, dass der Beruf des Bäckers, Konditors oder der Verkäuferin nicht mehr interessant ist. Weitere Erschwernisse sind Vorschriften und Vorgaben, Allergien und gestiegene Wünsche der Kunden.

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    Im dritten Teil dann kamen diejenigen zu Wort, die nicht mehr im Handwerk arbeiten, oder einen neuen Weg eingeschlagen haben, so wie Tom Kagerer, der aus Niederbayern über viele Umwege nach Immenstaad in den Seehof als Patissier kam und….geblieben ist. Reinhard König erzählte von der Geschichte seiner elterlichen Bäckerei, die er nicht übernehmen wollte. Drei Konditorinnen / Meisterinnen waren ebenfalls zu Gast. Christel Gentner, Anita Sauter und Birgit Mecking. Interessant bei den Erzählungen der Konditorinnen war, dass es in den 60er Jahren, als Christel Gentner und Anita Sauter die Ausbildung begonnen, noch keine weiblichen Konditorinnen gab. Birgit Mecking, die noch heute das Café Merk in zweiter Generation betreibt, wo wir alle leckere Kuchen und Torten genießen können, berichtet von der zunächst moralischen Verpflichtung, das elterliche Café zu übernehmen und die Freude, die daraus erwachsen ist.

    Zwischen den Erzählrunden und dem Essen unterhielt Norbert Heizmann, bei uns am Themenabend kein Unbekannter, die Gäste mit launigen Liedern und seiner Ukulele.

    An unserem Themenabend darf das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Ein 3-Gänge-Menu machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Für die Dips, die Vorspeise und den Hauptgang, ein sehr leckeres Wildgulasch, war Tom Kagerer „TOM KOCHT“ zuständig und als Dessert verwöhnte uns Birgit Mecking mit ihren legendären und leckeren gefüllten „Sturmsäcklen“ (Windbeutel). Der Wein kam vom Weingut Siebenhaller und das Bier war tatsächlich ein „Bäckerstoff“. So begleitete die Gäste das Thema Backen den ganzen Abend. Es war eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung, wie die Reaktionen der Gäste gezeigt haben. Zum Schluss bedankte sich Thomas Schmidt bei allen Mitwirkenden und Helfern.

    An dieser Stelle wollen auch wir noch einmal Danke sagen an alle, die vom ersten Moment an mit dabei sind bei der Gestaltung dieses Abends. Bei der Tourist-Info, bei unserem Hausmeister im Rathaus, bei den Akteuren und Norbert Heizmann und bei allen unseren vielen und fleißigen Helfern davor, am Abend selber und danach. Danke!

    Nicht zuletzt geht auch ein Dankeschön an unsere Gäste, die jedes Jahr aufs Neue mit dabei sind, wenn es heißt „Der Heimatverein lädt ein zum Themenabend“.

    Mit dem Themenabend haben die Veranstaltungen des Heimatvereins ihren letzten Höhepunkt im Jahr. Nun sind wir nur noch gemeinsam mit einigen Mitgliedern des ehemaligen HGV mit dabei am diesjährigen Weihnachtsmarkt. Er findet am 12. und 13. Dezember auf dem Rathausplatz statt.

    Freuen wir uns gemeinsam auf das nächste Jahr!

    Ihr und Euer Heimatverein

    Immenstaad

    1094

    Erstmalige Nennung

    Traditionencodex des Klosters Weingarten


    Es heißt darin, dass Herzog Welf IV. bereits vor 1094 dem Kloster ein Gut in Immenstaad geschenkt hatte. Es handelt sich um den späteren Weingartner Hof an der Seestraße West.

    1331

    Urkundliche Nennung

    Immenstaad


    Es erfolgt die erste direkte urkundliche Nennung des Ortes.

    1994

    900 Jahre

    Immenstaad


    Im Jahr 1994 feierte Immenstaad das 900-jährige Jubiläum.

    2019

    925 Jahre

    Immenstaad


    Wappen von Immenstaad

    Wappen Immenstaad

    Der Wolkenbord im Wappen erinnert an die Fürstenberger, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert neben anderen Obrigkeiten die Herrschaft über Immenstaad ausübten.

    Mit Muschel, Krone und Pilgerstäben im Wappen wird auf den heiligen Jodok, den Schutzpatron der Pfarrkirche, hingewiesen. Bereits ein Gemeindesiegel aus dem Jahre 1583 zeigt den hl. Jodok mit einer Krone zu seinen Füßen.


    Wappen von Kippenhausen

    Wappen Kippenhausen

    In Silber über einem grünen Schildfuß zwei grüne Weinstöcke mit blauen Trauben behangen. Die Weinstöcke werden von schwarzen Rebstöcken gehalten. Die Schildfigur mit den Weinstöcken nimmt Bezug auf den Weinbau, der in früheren Jahrhunderten in der Gemeinde hauptsächlich betrieben wurde.

    Kontakt

    Heimatverein Immenstaad e.V.
    Thomas Schmidt (1. Vorsitzender)
    Hersbergweg 1
    88090 Immenstaad
    0 75 45 / 60 12
    mail@heimatverein-immenstaad.de

    Nächste Termine

    Donnerstag, 26. März 2026
    Jahreshauptversammlung
    Samstag, 04. April 2026
    vorauss. Eröffnung Heimatmuseum
    Mittwoch, 22. April 2026
    Bildervortrag mit Peter Daniel