Heimatverein Immenstaad

    Am Sonntag, den 21. November 2021 veranstaltete der Heimatverein Immenstaad e.V. am Kletterpark einen Familientag zum Thema Immenstaader Wald, Holz & Jagdgeschichte(n). Es war ein rundum gelungener Tag. Nachdem das Wetter trocken war und am Nachmittag sich sogar die Sonne unter dem Nebel sehen ließ, stand einer gelungenen Veranstaltung nichts im Weg.

    Wir durften etwa 100 Personen auf der großen Wiese am Kletterpark willkommen heißen. Im Vorfeld setzten sich die Vorstände des Vereins Thomas Schmidt und Helga Bauer mit Thomas Birkhofer, der Waldbesitzer mit Herzblut ist und Alexander Endres, einem passionierten Jäger zusammen. Sie arbeiteten ein Konzept aus, das sich sehen lassen konnte.

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    Begonnen haben wir mit einer vierköpfigen Jagdhornbläsergruppe aus Tettnang, die den Tag musikalisch begleitete. Nach der Begrüßung durch unseren Vorstand Thomas Schmidt traf sich eine kleine Expertenrunde zu Gesprächen „Uf em Bruggewage“. Alexander Endres berichtete von seiner Arbeit als Jäger, wie wichtig dieses Tun auch für den Erhalt des Waldes ist, von den Aufgaben, die ihn immer aufs Neue herausfordern und von der Freude, die diese Arbeit mit sich bringt.

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    Mario Enchelmaier als Chefkoch des Tages ergänzte, dass Wildfleisch mit zu den schmackhaftesten und nachhaltigsten Nahrungsmitteln zählt. Er hat das Wildgericht aus rein regionalen Produkten gezaubert. Im zweiten Teil der Gespräche waren Thomas Birkhofer und Hans-Georg Rebstein, sowie Reinhard König gefragt, die von ihrer Arbeit, ihren zahlreichen Einsätzen und Erlebnissen erzählten. Auch die eine oder andere lustige Begebenheit rund um die Arbeit im Wald kam dabei zutage. Moderiert wurde das Gespräch „Uf em Bruggewage“ in bekannter humorvoller Weise von Thomas Schmidt.

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    Ein weiteres Halali lud die Besucher ein, sich zu einem etwa einstündigen Spaziergang aufzumachen, aufgeteilt in zwei Gruppen. Eine Gruppe ging mit Thomas Birkhofer den Wald. Er erläuterte vielen interessierten Zuhörern auf seiner Runde die Wichtigkeit des Waldes für das Ökosystem. Die Zuschauer erfuhren manches über Bäume, Baumanpflanzung, wie lange ein Baum braucht, bis er groß ist und seine Lebensdauer. Aber auch Schädlinge wie der Borkenkäfer und sogar im Wald lebende Tiere, sowie die Auslichtung, die zu Trockenheit führt, waren Thema. Viele der Waldflächen in Immenstaad sind noch in Privatbesitz. Die Erhaltung und gute Pflege des Waldes verlangt den Besitzern einiges ab an finanziellem Einsatz, Wissen, Engagement und auch Liebe zur Natur.

    Parallel dazu schlossen sich viele Besucher Alexander Endres an, der sich mit den offenen Augen eines Jägers durch den Wald bewegt. Er berichtete, dass die Arbeit des Jägers größtenteils ehrenamtlich und unentgeltlich ist. Nichtsdestotrotz ist sie für das Gemeinwohl sehr wichtig. Er erläuterte seinen Zuhörern, welche Tiere auf der Gemarkung Immenstaad beheimatet sind. Die meisten der Tiere sind sehr scheu und gehen den Menschen eher aus dem Weg als sie zu suchen. Die vordringende Aufgabe des Jägers ist es, den Wildbestand im Auge zu behalten, zu beobachten und eventuell zu regulieren. Die Zuhörer erfuhren, dass Jägerei nicht bedeutet, durch den Wald zu gehen und willkürlich Tiere zu erlegen, sondern ganz im Gegenteil; das schützen steht im Vordergrund. Eine Zusammenarbeit zwischen Waldbesitzern und Jägern ist in jedem Fall sehr sinnvoll.

    Nachdem beide Gruppen zurück waren ging es auf zur zweiten Runde. Wer noch Lust hatte, sich ein weiteres Mal in die Natur zu begeben oder Besucher, die später zu der Veranstaltung gekommen waren, hatten jetzt die Möglichkeit, sich einer der beiden Gruppen anzuschließen. Die Resonanz der Gäste war beinahe überwältigend, so begeistert erzählten sie von dem Rundgang.

    Wer nur am Kletterpark verweilen wollte, konnte sich durch verschiedene Angebote über die Arbeit mit und am Holz und der Jägerei informieren. Herbert Rück zeigt einige seiner Objekte aus Holz, die er mit der kleinen Motorsäge geschaffen hat. Thomas Birkhofer hatte verschiedene Holzarten mitgebracht. An den aufgesägten Stämmen waren die Beschaffenheit der einzelnen Hölzer und die Jahresringe gut zu erkennen.

    Hans-Georg und Christoph Rebstein, ebenso wie Max Rauber veranschaulichten die Arbeit im Wald von früher deutlich. Sie haben Stämme geräppelt (der Stamm wird von kleinen Zweigen und Rinde befreit), Holz wurde von Hand mit einer Langsäge und einer vom Traktor angetriebenen Kreissäge, wie sie früher genutzt wurde, bearbeitet. Man konnte beim Spalten mit der Axt zusehen und wie „Buschelen“ gebunden wurden. Dazu verwendete man das Reisig der Bäume und vom Boden. Mit diesen Buschelen hat man gerne den Ofen angeheizt. So wurden wir an einem wunderschönen Herbsttag gefühlt in die Vergangenheit versetzt.

    Ging man weiter über das Gelände traf man auf die Ausstellungsstücke der Jäger. Viele ausgestopfte einheimische Tiere und Vögel konnte der Besucher bestaunen. Die Jäger boten auch Jagdwurst zum Verkauf an.

    Von so vielen Eindrücken bekamen die Besucher Hunger. Gelockt hat dabei das Rehgulasch unseres Kochs Mario Enchelmaier, der auf zwei alten Holzherden diese Köstlichkeit zauberte und reißende Abnahme fand. Am Ende des Tages waren alle Töpfe leer gegessen!

    Natürlich braucht dieser Tag viel Vorbereitung und Menschen mit Empathie, die gerne mitarbeiten. Vergessen wollen wir niemand, deshalb möchten wir an dieser Stelle allen Danke sagen, die in irgendeiner Weise zum Gelingen beigetragen haben. Besonders natürlich den mitverantwortlichen Organisatoren, vorneweg Thomas Birkhofer und Alexander Endres, sowie Mario Enchelmaier.

    Es war ein schöner Tag, an den wir noch gerne zurückdenken. Danke, dass so viele daran teilgenommen haben!

    Ihr und Euer Heimatverein

    Immenstaad

    1094

    Erstmalige Nennung

    Traditionencodex des Klosters Weingarten


    Es heißt darin, dass Herzog Welf IV. bereits vor 1094 dem Kloster ein Gut in Immenstaad geschenkt hatte. Es handelt sich um den späteren Weingartner Hof an der Seestraße West.

    1331

    Urkundliche Nennung

    Immenstaad


    Es erfolgt die erste direkte urkundliche Nennung des Ortes.

    1994

    900 Jahre

    Immenstaad


    Im Jahr 1994 feierte Immenstaad das 900-jährige Jubiläum.

    2019

    925 Jahre

    Immenstaad


    Wappen von Immenstaad

    Wappen Immenstaad

    Der Wolkenbord im Wappen erinnert an die Fürstenberger, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert neben anderen Obrigkeiten die Herrschaft über Immenstaad ausübten.

    Mit Muschel, Krone und Pilgerstäben im Wappen wird auf den heiligen Jodok, den Schutzpatron der Pfarrkirche, hingewiesen. Bereits ein Gemeindesiegel aus dem Jahre 1583 zeigt den hl. Jodok mit einer Krone zu seinen Füßen.


    Wappen von Kippenhausen

    Wappen Kippenhausen

    In Silber über einem grünen Schildfuß zwei grüne Weinstöcke mit blauen Trauben behangen. Die Weinstöcke werden von schwarzen Rebstöcken gehalten. Die Schildfigur mit den Weinstöcken nimmt Bezug auf den Weinbau, der in früheren Jahrhunderten in der Gemeinde hauptsächlich betrieben wurde.

    Kontakt

    Heimatverein Immenstaad e.V.
    Thomas Schmidt (1. Vorsitzender)
    Hersbergweg 1
    88090 Immenstaad
    0 75 45 / 60 12
    mail@heimatverein-immenstaad.de

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